sonstiges Equipment für Minicamper

Durch unsere Motorradreisen besaßen wir zum Glück schon einiges nützliches Equipment, welches wir nun auch im Camper weiter nutzen können. Doch einige Sachen mussten auch neu angeschafft werden.

Campingkocher – Trangia
Während ich bei den meisten Microcampern Gaskocher sehe, wollte und konnte ich mich nicht von unserem geliebten und sehr beständigen Trangia Sturmkocher (der ursprünglich für die schwedischen Soldaten konzipiert wurde – leicht und bei jeder Witterung funktionell sollte er sein) trennen. Der Trangia hat uns schon viele Motorradreisen begleitet und die tollsten Gerichte zaubern lassen. Ja, leider braucht man dafür Spiritus, aber das bekommt man in jedem Land in jedem noch so kleinen Supermarkt (Gaskartuschen sind manchmal etwas exotischer zu finden). Zudem habe ich für unseren Spirituskocher einen Gaskocheraufsatz geholt, sodass wir in Theorie mit beiden Brennstoffen kochen können, es aber bislang bei Spiritus belassen haben. Uns gefällt auch sehr gut, dass man die beiden Töpfe, Pfanne und Kocher wie eine Matroschka zusammenbauen kann, damit es beim Transport weniger Stauraum einnimmt. Auch scheint der Trangia eine Anschaffung fürs Leben zu sein. Ich habe Bilder von Campern gesehen, die schon 30-40 Jahre mit dem selben Trangia gekocht haben. Daher kann ich euch nur empfehlen, die paar Euro mehr in die Hand zu nehmen – Kosten ca. 99 EUR – und dafür einen Campingkocher zum Altwerden zu erhalten. Um den Kocher zu schonen, kochen wir mit hölzernen Göffeln, damit die Beschichtung weiterhin gut aussieht.

Moskitoschutz
Für unsere letzte Reise nach Schweden (Beitrag folgt) wurde uns empfohlen, Moskitonetze anzuschaffen, da die kleinen Biester in den nordischen Ländern echt lästig sind – eigentlich sind sie überall lästig! Aber im Norden Europas sind sie besonders klein, so das wir feinmaschige Netze benötigten. Fündig wurde ich bei Vanshower. Ich denke nicht, dass das zu den ersten Anschaffungen gehören sollte, aber mit der Zeit zahlt sich dieses Investment (ca. 270 EUR) auch aus und schafft euch Ruhe, wenn ihr mal überraschender Weise an einer Stelle mit Mücken stehen solltet.

Belüftung
Manche Minicamper besitzen im hinteren Bereich aufstellbare Fenster. Wir im VW Caddy haben nur Schiebefenster, sodass Regen und Licht sehr einfach ins Fahrzeuginnere gelangen können. Daher haben wir uns bei lila-bus-shop.de für die linke und rechte Seite (zwei verschiedene Produkte) Lüftungsgitter gegönnt (zusammen ca. 160 EUR).

Verdunkelung der Fenster – project camper Thermomatten
Nach der Anschaffung unseres eigenen Caddy Campers war ich ganz eifrig dabei, unsere Ausstattung zu kreieren. Leider musste ich feststellen, dass der Caddy IV keine einzige Halterung im hinteren Bereich des Fahrzeugs besaß, wo man eigene Gardinen hätte anbringen können. Wo früher mal Handgriffe oder sonstige Schrauben die Innenverkleidung verschönerten, gibt es bei uns nur Filzstoff – auf so etwas würde ich bei einem nächsten Kauf strengstens drauf achten! Uns war auch noch nicht danach, ins neue Fahrzeug einfach rein zu bohren oder zu schrauben, sodass die magnetischen Thermomatten von project camper aus Hamburg wie gerufen kamen. Mit ca. 450 EUR war das zwar ein kleines Investment, jedoch hat es sich bei uns bereits rentiert. Wir kauften das Gesamtpaket, sodass wir für jedes Fenster eine Thermomatte besitzen, und diese Matten hielten das Auto in der Tat schon häufiger schön kühl bzw. in kühleren Regionen entsprechend warm. Dafür mussten lediglich mitgelieferte Magnete an die Fensterränder angebracht werden, die sich auch problemlos wieder entfernen lassen sollen. Bei lila-bus-shop.de gibt es auch günstigere Thermomatten (ca. 100-150 EUR).

Picknickdecke/ Teppich
In manchen Regionen ist der Boden wunderschön – saftige Wiese, die man einfach nur Barfuß erleben möchte. Doch meistens fährt man mit dem Autocamper auf Stellen, wo der Boden sehr steinig oder anders unangenehm ist, daher bin ich ganz froh, dass wir eine solche große Picknickdecke von Decathlon Quechua (20 EUR), besitzen, die uns als eine Art Teppich dient und auf der man sich dann auch gern mal hinlegt.

Tarp
Das Tarp von Decathlon Quechua (ca. 40 EUR – unseres gibt es nicht mehr, aber dafür ein neues) habe ich uns für unsere erste Tour mit dem gemieteten Caddy Camper angeschafft, da in dem Urlaub besonders viel Regen angekündigt war und ich nicht ganze Zeit unter der Heckklappe stehen wollte. Das Tarp hat uns sowie die Campingmöbel perfekt trocken gehalten. Für das andere Wetterextrem bot das Tarp uns angenehmen Schatten. Und wenn wir mal von unserem Stellplatz weg fuhren, um wandern zu gehen, konnten wir Campingtisch, Stühle, Kocher und Co. einfach unter dem Tarp stehen lassen und andere Camper wussten, dass dieser Platz schon belegt ist.

Campingstühle und Tisch
Unsere klappbaren Campingstühle von OUTAD (je Stuhl ca. 15 EUR), die bei unseren Motorradtouren beste Dienste geleistet haben, da wir teilweise wirklich nichts anderes zum Sitzen vor Ort hatten, dienen uns nun als gemütliche Sessel zum Kochen oder Lesen. Die Inspiration zum Campingtisch bekamen wir durch den gemieteten Caddy Camper, mit dem wir unserer erste Minicamper Erfahrung machen durften. Dort war der Tisch von Decathlon Quechua für 13 EUR im gemieteten Camper mit inbegriffen und reicht für unsere paar Sachen allemal, sodass wir diesen Tisch nun auch für unseren Camper holten.

Zelt
Unser schönes Coleman Caucasus 3 Zelt (ca. 180 EUR) bleibt uns trotz Minicamper erhalten, auch wenn wir nun im Auto nächtigen. Manchmal haben wir Freunde und Familie, die mit uns reisen, oder manchmal ist es draußen so warm, sodass das Zelt als Reserve ab und an mitgenommen wird.

Drybags
Die roten Drybags (Ortlieb Packsack 5-10l ca. 16 EUR je Tasche) für unsere Schlafsäcke sind nun nützlich, wenn wir unterwegs mal eine Boots- oder Kayaktour erleben wollen, denn dort können wir unsere Handys, ein paar Snacks und auch gern den Autoschüssel trocken halten, sollte Anton uns mal zum Kentern bringen! 🙃


Hinterlasse einen Kommentar